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Der heilige Sandsack  
Wie viele Türen und Fenster, Häuser, Straßen, ja, ganze Stadtteile hätte er vor den Fluten schützen können, wenn er doch bloß nicht immer so wasserdurchlässig wäre, der heilige Sack... Doch darin liegt sein Sinn ohnehin kaum. Das Wasser sackert durch ihn hindurch, nach einer Weile, so oder so. Vermutlich soll er seinen Bestimmungszweck in der Masse, durch Hochstapelei und eine große Portion Glauben erfüllen. Die Hochschulen spendierten zu diesem Zweck gar vorlesungsfreie Tage. Wenigstens mögen das jene emsigen Studiosis an der Sandsackfront glauben... Doch verzichten wie auf Lästerei, die Realität spottet dem Enthusiasmus all zu oft - und das hat dem Glauben an eine heilige Sache noch nie viel anhaben können. Machen wir also kein Sa(c)krileg daraus. Es lebe der heilige Sandsack. Zurecht wird er verehrt und angebetet - selbst wenn er sich schon am nächsten Tag als nutzloser, nasser Beutel erweist, den dann niemand mehr haben will.


Erstmal ist so eine Reihe praller Sandsäcke schon mal irgendwie ein Hingucker...

Mit Sandsäcken ist es ein bissel wie mit Regenschirmen: Besser man hat einen dabei und braucht ihn dann nicht - als umgekehrt.


Der Glaube mag Berge versetzen, doch kann er auch gewöhnliche Etablissements vor majestätischen Elbfluten bewahren?


Zur Hochstapelei bedient sich der heilige Sack vieler enthusiastischer Helfer, besonders aus studentischen Kreisen...


Hinterher ist man klüger, behaupten die Menschen gerne. Leider vergessen sie in 11 Jahren, dass manche Mühe mancherorts vergeblich war.

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